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Beratung - Wer steht hinter dem Projekt ?

Neue Fördermöglichkeit für Selbsthilfe und Ehrenamt durch das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz für 100 Initiativen in 2009 in Baden-Württemberg

Mit dem Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes am 1. Juli 2008 wird nach § 45d SGB XI die Förderung ehrenamtlicher Strukturen sowie der Selbsthilfe in der Pflege ermöglicht. Die Finanzierung erfolgt als Kofinanzierung aus dem Budget des § 45c SGB XI. Der bundesweit jährlich zur Verfügung stehende Gesamtbetrag wurde von bisher 20 Mio. Euro auf 50 Mio. Euro erhöht. Er setzt sich aus 25 Mio. Euro aus Mitteln der Pflegekassen und aus 25 Mio. Euro aus Mitteln der Länder, der Kommunen und der Arbeitsverwaltung zusammen. Für Baden-Württemberg stehen damit zum Auf- und Ausbau der Förderstrukturen für demenzkranke Menschen sowie zur Förderung bürgerschaftlicher Strukturen und der Selbsthilfe insgesamt bis zu rund 6,4 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Mittel, die im jeweiligen Haushaltsjahr nicht in Anspruch genommen werden, können in das Folgejahr übertragen werden.

Das Land Baden-Württemberg stellt 2009 aus Haushaltsmitteln zusätzlich 125.000 Euro bereit, die von den Kommunen in gleicher Höhe ergänzt werden müssen. Zusammen ergibt das 250.000 Euro. Der Zuschuss der Pflegekassen beträgt ebenfalls 250.000 Euro. Insgesamt stehen somit 500.000 Euro zur Verfügung. Damit ist eine Förderung von 100 Initiativen mit jeweils 5.000 Euro möglich. Das Land fördert wegen der begrenzten Ressourcen zunächst Seniorennetzwerke und Pflegebegleiter-Initiativen. Den Kommunen und der Arbeitsverwaltung bleibt es unbenommen, über die Landesförderung hinaus mit einem erweiterten Spektrum Maßnahmen der Selbsthilfe und des Ehrenamts in der Pflege zu fördern.

Analog zur erfolgreichen Umsetzung der Fördermaßnahmen niedrigschwelliger Betreuungsangebote für Demenzkranke gem. § 45c SGB XI werden die Fördermaßnahmen nach § 45d SGB XI durch eine landesweite Beratungs- und Vermittlungsagentur unterstützt.

Der Landesseniorenrat - ein Motor zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Selbsthilfe

Die Lebensqualität pflegebedürftiger älterer Menschen zu stärken und zu sichern, ist ein erklärtes Ziel des Landesseniorenrates. Darum engagiert sich der Landesseniorenrat (LSR) bei der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Selbsthilfe. Der Landesseniorenrat ist vom Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg 2009 beauftragt worden, Information und Beratung zur Förderung und zum Aufbau von bürgerschaftlichen Initiativen und Selbsthilfe entsprechend § 45d SGB XI zu organisieren.

Die Agentur „ Pflege engagiert“ – Beratung und Vermittlung für interessierte Partner

Mit „Pflege engagiert“ wurde eine landesweite Beratungs- und Vermittlungsagentur zur Förderung bürgerschaftlicher Strukturen sowie der Selbsthilfe in der Pflege in Baden-Württemberg geschaffen. Sie unterstützt interessierte Träger und Gruppen bei der Planung, Antragsstellung und Umsetzung. Sie arbeitet nach ähnlichen Verfahren wie die Alzheimer Gesellschaft bei der Unterstützung der Betreuungsgruppen nach § 45c SGB XI.

Es handelt sich dabei um ein Modellvorhaben des Landesseniorenrates Baden-Württemberg e.V. (LSR) in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Bildungswerk Landesverband Baden-Württemberg e.V., gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Soziales und die Pflegekassen.

Das Paritätische Bildungswerk e.V – ein Kooperationspartner mit Erfahrung im Aufbau von bürgerschaftlichen Initiativen

Das Paritätische Bildungswerk hat seit langem einen Schwerpunkt im Aufbau von bürgerschaftlichen Initiativen und Netzwerken, gerade auch im Umfeld von Pflege. Als Mitglied des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement ist es seit 10 Jahren für die Ausbildung von Trainern im Bürgermentorenprogramm verantwortlich. Mit dem Programm „Jugend engagiert sich“, mit dem BELA-Praxisverbund (Bürgerschaftliches Engagement für Lebensqualität im Alter) und als Träger des Regionalbüros Süd im Bundesprojekt Pflegebegleiter kann es breite Erfahrungen bei Qualifizierung und Aufbau von Initiativen im Umfeld von Pflege vorweisen. Durch enge Kooperationen mit kommunalen Spitzenverbänden und europäischen Volunteerorganisationen verfügt das Paritätische Bildungswerk über Know-How und Verbindungen, die Voraussetzung sind für erfolgreiche bürgerschaftliche Projekte vor Ort.


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