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Projektbeschreibung, Qualitätskonzept und Kosten- und Finanzierungsplan

Die Projektbeschreibung macht Aussagen zu folgenden Qualitätsmerkmalen:

  • Benennung der Zielgruppe des Angebots/Initiative
  • Beschreibung der wesentlichen Inhalte
  • Ausrichtung auf Dauer
  • Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit: das Angebot des Ehrenamts sowie der Selbsthilfe in der Pflege sollte mindestens einmal je Woche zumindest drei Pflegebedürftige erreichen.
    Die Einzelbetreuung von Pflegebedürftigen sollte an mindestens drei Tagen je Woche
    ermöglicht werden.
  • Rahmenbedingungen: Verhältnis der Anzahl der Betreuenden zur Anzahl der Betreuten, z.B. die Anzahl der Fachkräfte, Ehrenamtlichen, Häufigkeit von (Team)Treffen, Nutzernetgelt, ggf. Aussagen zu Aufwandsentschädigungen (im Rahmen des Übungleiterfreibetrags)
  • Beschreibung der Maßnahmen zur Qualitätssicherung
  • Darstellung einer angemessenen Schulung und Fortbildung der freiwillig Engagierten und den aus der Bürgerschaft Tätigen.

Das Qualitätskonzept stellt insbesondere dar, was die Schulung, Fortbildung und Begleitung der Freiwilligen umfasst.

Die angemessene Schulung und Fortbildung der freiwillig Engagierten und der aus der Bürgerschaft Tätigen muss folgende Qualitätsmerkmale aufweisen:

  • Basiswissen über Krankheitsbilder, Behandlungsformen und Pflege der zu betreuenden Menschen allgemeine Situation der pflegenden Personen einschließlich des sozialen Umfelds
  • Umgang mit den Erkrankten, insbesondere Erwerb von Handlungskompetenzen im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressionen und Widerständen
  • Methoden und Möglichkeiten der Betreuung und Beschäftigung und
  • Kommunikation und Gesprächsführung

Die freiwillig Engagierten und die aus der Bürgerschaft Tätigen sind von einer Fachkraft anzuleiten, die entsprechend dem Angebot des Ehrenamts sowie der Selbsthilfe in der Pflege Erfahrungen und Wissen über die zu betreuenden Menschen hat. Der Fachkraft obliegt die fachliche und psychosoziale Begleitung und Unterstützung der Engagierten sowie die Durchführung von Fallbesprechungen und regelmäßigen Teamsitzungen. Als Fachkräfte kommen je nach Zielgruppe der Pflegebedürftigen folgende Berufsgruppen in Betracht:

  • Krankenschwestern und Krankenpfleger
  • Altenpflegerinnen und Altenpfleger
  • Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger
  • Heilpädagoginnen und Heilpädagogen und
  • Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.

Die Eignung anderer Berufsgruppen ist im Einzelfall zu prüfen.

Der Kosten- und Finanzierungsplan

Der Finanzierungsplan muss ausgeglichen sein.

Im Finanzierungsplan können als kommunale Mittel eingebracht werden:

  • Personalkosten als Eigenmittel (jedoch keine Sachkosten)
  • Zuwendungen in Form von Geldbeträgen (z.B. € 2000)

Im Kostenplan werden nur Kosten berücksichtigt, die im Zusammenhang mit den bürgerschaftlich Engagierten entstehen, z.B. Werbung von Freiwilligen, Öffentlichkeitsarbeit, Schulung, Begleitung, Einsatz, Unterstützung. Andere Sachkosten (z.B. Raummiete oder PC für die Koordinierungsstelle) sind nicht zuwendungsfähig sondern nur Sachkosten, die sich direkt aus dem Zusammenhang mit den bürgerschaftlich Engagierten ergeben (z.B. Schulungsmaterial wie Bücher, Filme etc., Öffentlichkeitsarbeit).

Übernimmt Personal der Kommune Aufgaben oder Tätigkeiten für die Initiative, so können anteilig Personalkosten als kommunaler Zuschuss bei den Eigenmitteln eingesetzt werden.

Aufwände von Freiwilligen werden anerkannt, aber nur in begrenzter Höhe
Die öffentliche Förderung der ehrenamtlich Engagierten oder bürgerschaftlich Tätigen ist gedacht für Entschädigungen für den tatsächlich entstandenen Aufwand. Er kann pauschaliert werden. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn der Träger bürgerschaftlich Tätigen Aufwandsentschädigungen über den steuerfreien Betrag gem. § 3 Ziff. 26 EStG hinaus gewährt. (sog. Übungsleiterpauschale von € 2400 pro Jahr)