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Begleitetes Wohnen zu Hause

Durch Wegzug jüngerer Generationen (auch durch Konkurs größerer Firmen in der Gegend) bricht die selbstverständliche Nachbarschaftshilfe langsam weg. „Begleitetes Wohnen zu Hause“ bietet Begleitung und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung und beim Wohnen zu Hause.

Freiwillig Engagierte Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter kommen ergänzend zu den Institutionellen Pflegedienstleistungen in die Wohnungen und unterstützen die Seniorinnen und Senioren durch regelmäßige Besuche, Unterhaltung und Gesellschaft, bei Erledigungen oder den alltäglichen Anforderungen im Haushalt. Das Angebot kann dauerhaft oder auch nur über kurze Zeiträume genutzt werden.

Ausgangssituation

Das „Begleitete Wohnen zu Hause“ ist ein Pilotprojekt in Kooperation der Gemeinden Forbach und Weisenbach, der katholischen Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach, der Sozialstation Forbach-Weisenbach und dem Landkreis Rastatt. Das Angebot ergänzt die vorhandenen Strukturen der Institutionellen Seniorenarbeit. Die Kirchen und die politischen Gemeinden unterstützen das Projekt durch aktives Werben und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung sowie durch die Bereitstellung von Räumen für Beratung und Qualifizierung der Alltagsbegleiter.

Ein persönliches Anschreiben wurde zur Ermittlung der Bedarfs- und Versorgungssituation an alle Senioren der beteiligten Gemeinden verschickt. Der Rücklauf der darauffolgenden Informationssitzung zeigt Interesse an der ehrenamtlichen Beteiligung. Erstbesuche ergaben einen wichtigen Einblick in die unterschiedlichsten Bedarfe. Im nächsten Schritt wird erörtert, wie mit diesen indiviuellen Bedarfen umgegangen werden soll und wie die Ergebnisse kommuniziert werden können.

Ziel des Projektes

Durch den Wegzug der Kinder und Verwandten, durch Unterbringung in Pflegeheimen oder durch Tod naher Angehöriger sind viele Senioren ungewollt Singles. Diese Damen und Herren sind bei allen alltäglichen Aufgaben auf sich alleine gestellt und müssen alle Anforderungen alleine meistern, was durch körperliche oder auch geistige Gebrechen zusätzlich erschwert wird. Hier will das „Begleitete Wohnen zu Hause“ ansetzen und diesen Menschen Unterstützung bieten, damit sie solange wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben können.

Was wurde erreicht

Das Projekt stützt sich auf zwei Standbeine – zum einen die Besuchsdienste und zum anderen das Netzwerk Helfende Hände. Zusätzlich ist in Weisenbach das Leader Projekt angesiedelt.

Besuchsdienste / Begleitetes Wohnen
Die freiwillig Engagierten besuchen die Senioren mehr oder weniger regelmäßig und gehen mit Ihnen Einkaufen oder erledigen andere Tätigkeiten. Die Begleiter werden bei ihrer Tätigkeit im Dorf gesehen – das wiederum steigert die Nachfrage. Zusätzlich sind auch Berichte und Werbung im Gemeindeblatt erschienen. Auch über die Kirche wurde das Projekt bekannt gemacht. Die Besuchsdienste sind als regelmäßige Unterstützung gedacht. Für beide Projekte ist eine Telefonnummer hinterlegt, die von der Sozialstation betreut und entsprechend weitergeleitet wird.

Zur Einrichtung eines Besuchsdienstes gibt es zunächst ein Erstgespräch vor Ort, dann wird der passende Freiwillige ausgewählt, der diese Aufgabe übernehmen kann. Eine Stunde Besuchsdienst kostet den Besuchten 7,50 Euro, die freiwilligen Helfer erhalten 6,50 Euro/Stunde. Es gibt ein Grundpaket für 30 Euro/Monat, die vier enthaltenen Stunden können
beliebig nach Bedarf abgerufen werden. Für die Freiwilligen gibt es keinen speziellen Vertrag – die Abwicklung erfolgt unbürokratisch.

Helfende Hände
Die helfenden Hände ersetzen keine Handwerker oder Fachleute, können aber bei kleineren Problemen einmalig für Einsätze gerufen werden. Die Helfer wurden mit Ihren Qualifikationen auf einer Liste erfasst und können so bei Bedarf kurzfristig kontaktiert werden. Die helfenden Hände sind am Seniorenrat Weisenbach angegliedert.

Leader Projekt (Ergänzend zu BesT)
Der neugegründete Seniorenrat in Weisenbach Senioren mit Beratungen zu sozialen und sozialrechtlichen Fragen, Wohnberatungen (in 2013 gab es 9 Beratungen, 7 davon mit Zuschüssen) und unterstützt die Kooperation innerhalb der Seniorengemeinschaft. Das Projekt fördert Bewusstsein über die Herausforderungen einer älterwerdenden Einwohnerschaft und damit einhergehender bedarfsorientierter, nachbarschaftlicher Hilfen und
ermuntert zu freiwilligem Engagement. Eine enge Kooperation mit dem Best-Projekt ist angedacht und wir weiter aufgebaut. Daraus soll ein gemeinsames Projekt „Seniorenfreundlicher Service“ in Forbach und Weisenbach entstehen.

Ein regelmäßiger Austausch und informelle Besprechung zwischen allen Prozessbeteiligten, der Koordinatorin und den freiwillig Engagierten unterstützt die Gewinnung neuer Engagierter und macht über die Amtsblätter auf das Projekt aufmerksam.

Bei der Leistungsschau des Handels- und Gewerbevereins wurde mit einem Stand auf das Begleitete Wohnen zu Hause aufmerksam gemacht. Printwerbung im Postkartenformat soll als Postwurfsendung informieren und zur Teilnahme animieren.

Das Begleitete Wohnen zu Hause ist zwischenzeitlich fester Bestandteil in der Seniorenbetreuung der beiden Gemeinden Weisenbach und Forbach geworden. Die Einbindung in ein Hilfenetz und die Verknüpfung mit anderen Angeboten für Senioren befindet sich im Aufbau.

Was ist geplant

  • Einbindung von Vereinen wird stärker beworben werden
  • Interesse wecken mit regelmäßigen (mindestens vierteljährlich) kleinen Berichtenin den Amtsblättern
  • Prospektauslagen prüfen, ergänzen und Präsentation überprüfen (wo liegen dieProspekte? Ist der Bereich gut sichtbar und auffällig (Ärzte, Banken, Klinik undApotheken)
  • Ausbau „Helfende Hände“ in Weisenbach mit dem Ziel der „Sorgenden Gemeinschaft“

Innovationspotential

  • Teilweise Selbstorganisation durch geeignete Freiwillige bei zeitlichem Engpass
  • Helfer- Organisation der Vertretung im Urlaubs- oder Krankheitsfall

Erste Erkenntnisse

  • Gute bis sehr gute Resonanz
  • Großes soziales Engagement der Freiwilligen
  • Im ländlichen Bereich besteht noch viel gelebte Nachbarschaft (die sogar durch das Projekt noch weiter belebt wird)

Kontaktdaten

Begleitetes Wohnen zu Hause
Murgtalstraße 2
76596 Forbach

Geschäftsführerin Sozialstation
Forbach- Weisenbach e.V.
Sabine Weiler
Telefon: 07228/960575
E-Mail schreiben

 

Projektkoordinatorin
Dora Hiller
Telefon: 07228/960575
E-Mail schreiben

Pressemappe

Alle ausführlichen Projektinfos finden Sie hier!

Mehr zum Projekt

Webseite:

Forbach