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Betreutes Wohnen zuhause

Eine Umfrage ergab dass die Gundelfinger auch im Alter gerne in Gundelfingen bleiben wollen. Viele Interessierte haben sich daraufhin zusammengefunden, um gemeinsam zu überlegen, wie sie die eigene Lebensphase Alter gestalten wollen und wie sie auch hochaltrigen, auf Unterstützung und Pflege angewiesenen Menschen im Ort, die Möglichkeit zur Teilhabe bieten können.

Es gibt zwar Besuchsdienste der Kirche, aber keine Koordination aller Angebote. Hier greift ein Arbeitskreis die Möglichkeit auf, einen Besuchsdienst und weitere Angebote, wie z.B. einen Bewegungstreff und andere Freizeitangebote zu entwickeln und vor allem zu Koordinieren.

Ausgangssituation

Eine in 2012 in Auftrag gegebene Sozialraumanalyse hat ergeben, dass die Gemeinde über ein hohes Potenzial an bürgerschaftlichem Engagement verfügt. Die Gundelfinger leben sehr gerne in ihrem Ort und hegen keine Pläne, im Alter wegzuziehen. Im Rahmen eines bürgerschaftlichen Planungs-Prozesses wurden daraufhin drei bürgerschaftlich getragene Arbeitsgruppen gegründet, von denen sich eine um das Thema „Begleitetes Wohnen zu Hause“ kümmert. Das Institut AGP Sozialforschung unterstützt und moderiert diesen Prozess.

Ziel des Projektes

Ziel ist es, das Leben in den eigenen vier Wänden durch soziale Kontakte und Unterstützungsangebote in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen und zu fördern. Dazu gehören Angebote wie z.B. Hausbesuche, präventive Angebote zu Bewegung, Ernährung und Gedächtnis, praktische Unterstützung im Alltag, Wohngemeinschafts-Projekte oder auch Möglichkeiten zur nachbarschaftlichen Begegnung durch Straßenfeste oder Bürgertreffs.

Was wurde erreicht

Der Arbeitskreis, der sich hauptsächlich mit der Erstellung neuer und der Evaluation bestehender Konzepte sowie der Planung von Veranstaltungen beschäftigt, trifft sich jeden Monat. Die einzelnen Angebote werden nach außen kommuniziert, zwei Koordinatorinnen kümmern sich um die Vermittlung und begleiten die freiwillig Engagierten.

Im Besuchsdienst wurden seit Frühjahr 2014 insgesamt 13 Senioren begleitet. Hier geht es häufig um Kontakt nach außen, Besuch, Austausch, Spaziergänge oder Spielenachmittage.

Eine Fortbildung zum Thema „Psychische Erkrankungen im Alter – Möglichkeiten und Grenzen der Ehrenamtlichen“ fand erstmals Einrichtungsübergreifen statt, ca. 30 Engagierte aus sechs verschiedenen Einrichtungen nahmen daran teil.

Die Fortbildung zum Seniorenbewegungsprogramm „Fünf Esslinger“, welches die Vermittlung eines wissenschaftlich erprobten Bewegungsprogrammes zur Aktivierung des Bewegungsapparates beinhaltet wurde von den Freiwilligen mit großem Interesse besucht.
Durch diese Schulung haben die Freiwilligen die Möglichkeit, nun auch mit den Senioren einfache Bewegungen zu Hause auszuüben.

Eine gemeinsame Adventsfeier bot die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen.

Den neuen „Bewegungstreff im Freien“ mit drei Übungsleiterinnen nutzen seit Ende 2014 regelmäßig 20-30 Teilnehmer, das anschließende Kaffeetrinken wird ebenfalls gerne in Anspruch genommen. Auch das Seniorensingen im Bürgertreff wird gut angenommen, die Gruppe trifft sich
einmal im Monat.

Weitere Veranstaltungen und Vorträge werden spontan geplant und durchgeführt, so z.B. die Einladung der Weihnachtsmarktbesucher zu Kaffee & Kuchen und Kulturprogramm.

Wöchentlich findet eine Sprechstunde der Koordinatorinnen für ältere Menschen und deren Angehörige statt, wodurch evtl. bestehende Hemmschwellen und Ängste abgebaut werden können.

Was ist geplant

Für 2015 sind ein Spieletreff und ein Tanztreff für Senioren geplant. Der Spieletreff findet zweimal im Monat statt. Auch der Besuchsdienst soll weiter ausgebaut und um gemeinsame Treffen, Informationsabende oder die Organisation von Fortbildungen ergänzt werden. Informationsveranstaltungen zu den Themen „Technik im Alter“ sind geplant.

Innovationspotential

Die Angebote des Begleiteten Wohnens zu Hause (Besuchsdienst, Bewegungstreff, Singtreff und Spieletreff) sind für die Senioren alle kostenlos. Die verschiedenen Angebote werden aus einer Hand vermittelt. Die Freiwilligen werden durch die Koordinatorinnen begleitet und geschult. Ganz neu wurden sie durch das Seniorenbewegungsprogramm „Fünf Esslinger“ geschult. Dadurch können sie ihre Seniorenbesuche mit Bewegung verknüpfen.

Erste Erkenntnisse

Gundelfingen ist eine Gemeinde mit Bürgern, die ehrenamtlich sehr engagiert sind. Beim Aufbau des Besuchsdienstes fanden sich nach der Auftaktveranstaltung viele Engagierte Freiwillige. Diese Erfahrung durften wir auch bei der Gründung des Bewegungstreffs, Spieletreffs und des Singnachmittages machen.

Positiv ist auch die Offenheit und Zusammenarbeit mit den bisher bestehenden Vereinen wie z.B. der Nachbarschaftshilfe, DRK, Sozialstation und den Kirchen. Von Anfang an suchten wir den Kontakt, stellten uns als Ansprechpartner bei den Einrichtungen und deren Freiwilligen vor. Im Gegenzug luden wir deren Ansprechpartner zu unseren Freiwilligentreffen ein mit der Bitte, ihre Einrichtung vorzustellen.

Die Rekrutierung der zu besuchenden Senioren stellt sich zeitweise schwierig dar, da Hemmschwellen bestehen, Hilfebedarf zu erkennen und anzunehmen.

Kontaktdaten

Gemeinde Gundelfingen
Alte Bundesstraße 31
79194 Gundelfingen

Abwicklung
Peter Ficht
Telefon: 0761/5911200
E-Mail schreiben

 

AGP Sozialforschung
Bugginger Strasse 38
79114 Freiburg

Projektmanagerin
Birgit Schuhmacher
Telefon: 0761/4781285
E-Mail schreiben

Pressemappe

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