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Nachbarschaftsnetz am Mehrgenerationenhaus“

Das Nachbarschaftsnetz verbindet Menschen, die sich gegenseitig unterstützen oder Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Im Mehrgenerationenhaus – der Anlaufstelle für das Projekt – werden die Anfragen aufgenommen, vermittelt oder in einen Arbeitskreis zur weiteren Ausarbeitung weitergeletet. Meist geht es um Anfragen wie z. B. einen Hausbesuch, Unterhaltung und Bewegung, Einkaufs- oder Behördengänge.

Auch über die Generationen hinweg gibt es z.B. Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder eine Hausaufgabenhilfe.
Ein fester Termin ist der 2-monatliche „Fröhliche Wartberg“, ein bunter Abend mit allerlei Programm und Informationen, zu dem alle eingeladen sind.

Themenabend "Fröhliche Wartberg"
Nachbarschaftstreffen
Frühlingsfest mit Sozialministerin Frau Altbeter
Das Mehrgenerationenhaus ein Ort der Begegnung
Vortrag über das MGH und das Nachbarschaftsnetz in ihren Muttersprachen

Ausgangssituation

Die „Nordstadt“ von Heilbronn umfasst mehrere Stadtteile (unterer/oberer Wartberg, nördliche Kernstadt). Etwa ein Fünftel der BewohnerInnen des Stadtteils sind über 65 Jahre alt und teilweise auf Unterstützung angewiesen. Die Kooperationspartner des Mehrgenerationenhaus wollen ein solides Netzwerk im Stadtteil knüpfen. Das Mehrgenerationenhaus liegt mitten im Stadtteil und ist ideal als zentrale Anlaufstelle.

Ziel des Projektes

Das Nachbarschaftsnetz möchte Menschen, die helfen wollen und solche die Hilfe suchen zusammenbringen und verbindet damit all diejenigen, die in einem lebendigen, aufgeschlossenen Umfeld leben und sich gegenseitig unterstützen wollen: Jung, alt, Menschen unterschiedlichster Herkunft, Singles oder Paare.

Was wurde erreicht

Im ersten Schritt wurden Bewohnerinnen und Bewohner in besonderen Lebenssituationen gestärkt und unterstützt werden, indem die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses die Betreuungsleistungen von professionellen Anbietern helfen ggf. bei der Kontaktaufnahme. Ein Flyer, der im gesamten Quartier verteilt wurde (Auflage 5000 Stück), weist auf das Angebot und das Anliegen des Nachbarschaftsnetzes hin.

Im Büro des MGH wurden wöchentliche Sprechstunden eingerichtet. Zusätzlich gab es regelmäßige monatliche Netzwerk-Treffs und das Netzwerk wurde in den Gemeindegruppen, im Gottesdienst und bei den Kirchgengemeinderäten und Pfarrämter beider Konfessionen bekannt gemacht. Die meisten Vermittlungen kamen unter Beteiligung entweder des Büros des MGH oder der evang. oder des kath. Gemeindebüros, oder über die Diakonische Bezirksstelle zustande.

Kontakte zu Interessenten des NbN, die bzgl. einer Einsetzbarkeit noch unschlüssig sind oder es terminlich bislang nicht passt, werden regelmäßig telefonisch bzw. über den Versand eines Rundbriefes (etwa vor jedem zweiten Netzwerktreff) über Aktuelles informiert.

Die Veranstaltungsreihe des „Fröhlichen Wartberg“ wurde alle zwei Monate als niedrigschwelliges offenes und unterhaltsames Format durchgeführt, wo sich neben den NetzwerkerInnen weitere BewohnerInnen des Quartiers begegnen konnten und Lebensläufe und die aktuelle Wohn- und Lebenssituation Thema und Inhalt waren. Es kamen dabei sowohl bekanntere als auch unbekannte Nachbarn aufs Podium und berichteten aus ihrer Arbeit, von Ehrenämtern, dem Wohnen und von persönlichen Erlebnissen und Schicksalsschlägen. Das Format „Fröhlicher Wartberg“ pausiert momentan, bis es hoffentlich im Herbst/Winter
fortgesetzt werden kann.

Im Mehrgenerationenhaus haben sich über die Jahre verschiedene „Offene Treffs“ bewährt, die sich zu „Besuchermagneten“ für die Menschen in der Nordstadt entwickelt haben. Beim wöchentlichen Nachbarschaftsfrühstück „K5“ (K5 steht für: Kontakte, Kaffee, Krisen, Kwatschen, Kurse) trifft man sich um über Alltägliches zu reden, sich über mögliche und/oder nötige Unterstützungsangebote auszutauschen und um über die vorgegebenen Impulsthemen
zu reden. Die Impulsthemen drehen sich um Finanzen, Kindererziehung, Freizeitbeschäftigung, persönliche Sicherheit, Gesundheitsthemen u.v.m. und orientieren sich an den Bedürfnissen der BesucherInnen. Es sind immer Fachkräfte dabei, die das Frühstück begleiten und gestalten. Schon früh um 8.00 Uhr treffen sich die Freiwilligen um Obstsalat zu schnippeln, die Tische zu decken und alles vorzubereiten, damit sich die Gäste wie zuhause fühlen.

Ein weiterer gerne und gut besuchter „Offener Treff“ ist der wöchentlich donnerstagnachmittags stattfindende „Nordstadttreff“, dort geht es neben guten Gesprächen wöchentlich wechselnd um Unterhaltung (monatliches Tanzcafé mit Lifemusik), Lebenslanges Lernen (monatlich stattfindende Vortragsreihen „MGH-Forum), Spiele (monatlich stattfindende
Bingo-Nachmittage), Kreativangebote (Stricken, Nähen Basteln im Kreativcafé im Nordstadttreff).

Was ist geplant

Neu zu etablieren sind die abendlichen „Offenen MGH-Tischrunden“, die sich aus dem Stammtisch entwickeln sollen, auch da soll es neben guten Gesprächen um Impulsthemen und stärkende Themen speziell auch für Freiwillige gehen.

Zur Gewinnung weiterer aktiver Bürger wie auch zur Erinnerung der Angebote des Nachbarschaftsnetzes sind ein Workshop und verschiedene Schulungen geplant.

Es werden zunehmend Bedarfe nach Hol-/Bring-Diensten angemeldet, die die Teilnahme z.B. an Veranstaltungen im MGH, an Gottesdiensten oder im Seniorengarten ermöglichen sollen, für die körperlich belastbare und evtl. motorisierte Helfer gesucht werden sollen.

Innovationspotential

Im Mehrgenerationenhaus ist das Integrationsprojekt „Café Bistro GenussWerkstatt“ angesiedelt, in dem Menschen mit und ohne Behinderung sich um das leibliche Wohl ihrer Gäste kümmern. Durch die Bewirtung im Bistro, bei Festen und durch das übernehmen von Diensten im Nachbarschaftsnetz werden Behinderte Menschen im Quartier nicht nur als hilfebedürftig wahrgenommen, sondern können öffentlich wahrnehmbar auf für andere
Menschen Hilfe leisten.

Erste Erkenntnisse

Es war von Beginn an beabsichtigt, daß sich das Netzwerk nicht zentralistisch organisiert, sondern sich Kontakte zwischen Nachfragern und Anbietern auf möglichst kurzen Wegen bilden, funktionieren und auch verselbständigen können. Aber dennoch läßt sich bereits jetzt als eine zusammenfassende Projekt-Erfahrung festhalten, daß das NbN sich nicht wirklich als eine eigenständige Organisation entwickelt hat, sondern ohne das „Mutterschiff“
MGH definitiv nicht lebensfähig wäre.

Kontaktdaten

Mehrgenerationenhaus Heilbronn
Rauchstraße 3
74076 Heilbronn

Dipl.-Sozialpädagogin (BA)
Andrea Barth
Telefon: 07131/2789214
E-Mail schreiben

Pressemappe

Alle ausführlichen Projektinfos finden Sie hier!