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Entwicklung der Betreuungsformen vor Ort unter besonderem Aspekt des betreuten Wohnens zu Hause

Die Mötzinger Bürger sollen bis ins hohe Alter in ihrer eigenen Wohnung und damit im Ort und in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Um dies zu ermöglichen braucht es bestimmte Wohnstrukturen und Konzepte. Auch für die Bedürfnisse nach Gesellschaft, Kommunikation und Freizeitgestaltung soll es unterschiedlichste Angebote geben. In einer Bürgerumfrage wurden die rund 3700 Mötzinger zu Ihren Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen befragt.

Um die Ergebnisse und die Ausarbeitung der einzelnen daraus resultierenden Projekte kümmert sich der speziell dafür neu gegründete Verein „Bürgernetzwerk Mötzingen e.V.“ sowie Gemeindeverwaltung und Gemeinderat.

Ausgangssituation

Mötzingen verfügt über keine Angebote in Form eines Pflegeheims, einer Tagespflegeoder Kurzzeitpflege-Einrichtung innerhalb des Gemeindegebiets. Auch stehen keine Plätze eines betreuten Wohnens in der Gemeinde zur Verfügung. Der Bedarf an Pflegeplätzen wird über die umliegenden Gemeinden abgedeckt. Mit Bürgerinnen und Bürgern, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung wurde ein „Masterplan Mötzingen“ erarbeitet,
der unter anderem das Handlungsfeld „Senioren“ abbildet.

Ein ganzheitliches Konzept mit unterschiedlichsten Angeboten soll sicherstellen, den Mötzinger Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein möglichst langes Dasein innerhalb der gewohnten Gemeinde zu ermöglichen.

Ziel des Projektes

Das Projekt soll die Bedürfnisse der älteren Generation im Hinblick auf ein betreutes Wohnen zu Hause erörtern und darauf basierend zielgerichtet weiterentwickeln und geeignete Strukturen und Konzepte aufbauen. Schwerpunkt dabei ist die Entwicklung seniorengerechter Wohnangebote – speziell die Entwicklung des betreuten Wohnens zu Hause.

Was wurde erreicht

Umfassende Bürgerbefragung der Generation 50+, Auswertung und gut besuchte öffentliche Präsentation der Ergebnisse, Anfang 2015 daraus resultierend die Gründung des Vereins mit knapp 200 Mitgliedern. Durch Vereinsgründung ist der Aufbau dauerhafter Strukturen möglich, um das Projekt tragfähig zu machen. Zum 1. Juni 2015 umfasst der Verein
bereits 439 Mitglieder und konnte bereits das Netzwerkbüro als zentrale Anlaufstelle eröffnen.

Parallel wurden Aktivitäten aufgebaut wie

  • „Urlaub vom Herd“ (offener Mittagstisch)
  • „Urlaub ohne Koffer“ (Betreuungsangebot)
  • Netzwerk-Café (Kommunikation / Gewinnung von Ehrenamtlichen)

Der Verein soll die erste Anlaufstelle für Fragen der BürgerInnen rund um Betreuung, Versorgung & Pflege aber auch für ehrenamtlich Engagierte Menschen sein, die Angebote unterstützen und mitgestalten wollen. Die Nachbarschaftshilfe (die überwiegend hauswirtschaftliche Tätigkeiten anbietet) wurde bereits in den Verein integriert. Die eigens für den Verein erstellte Webseite ist bereits online und informiert aktuell über alle Änderungen und Neuerungen.

Was ist geplant

Mittelfristig wird mit der Gemeinde in einer Mehrfachbeauftragung von sechs Architekturbüros ein Gebäudekomplex geplant, der Wohnangebote im Sinne eines betreuten Wohnens enthält. Auch räumliche Möglichkeiten für eine ambulante Betreuungswohngruppe, die durch den Verein begleitet werden soll und die Einrichtung einer Tagespflegegruppe sind geplant. Die Ergebnisse werden bis Herbst vorliegen.

Ein Flyer zur Bekanntmachung des Vereins wurde erstellt und wird in den kommenden Tagen in Mötzingen verteilt.

Innovationspotential

Sehr groß angelegter Bürgerbeteiligungsprozess, durch gute Öffentlichkeitsarbeit und viel Informationen wurde eine hohe Rückmeldequote erreicht. Dies zeigt eine hohe Akzeptanz des Vorhabens seitens der Bürger.

Erste Erkenntnisse

Die Vorgehensweise zur Erarbeitung und Durchführung der Befragung erfolgte immer Schrittweise. Die Bedarfslagen wurden nicht im stillen Kämmerlein ausgearbeitet, sondern durch die gegründete Bürgerarbeitsgruppe. So konnten die BürgerInnen im Rahmen der aktivierenden Befragung direkt miteinbezogen werden. Im Mitteilungsblatt wurde parallel über den aktuellen Stand der Dinge informiert und berichtet.

Dies war eine wichtige und richtige Entscheidung – so konnten die Bürger mitverfolgen, was gerade geschieht und es wurde ein für alle transparenter Prozess. Diese Bürgernähe macht den Großteil des Projektes aus und zeigt auch den richtigen Weg. Immerhin sind alle Mitglieder der Bürgerarbeitsgruppe nach wie vor im Verein aktiv und engagiert.