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Neu! Frühstückstafel auf dem Laiblinsplatz

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PAULA Pfullingens Alltagsunterstützung für das Leben im Alter und bei Behinderung

Das nachbarschaftliche Miteinander ist ein Herzensanliegen der Projektträger und Kern des Projekts „PAULA“ in Pfullingen. Es geht darum, aufeinander zu achten, voneinander zu lernen und nacheinander zu schauen – ganz unter Nachbarn und direkt im Straßenzug, im Stadtteil oder im Quartier. Das ist klassische nachbarschaftliche Unterstützung in Form von Austausch und Ansprache („Soll ich Ihnen etwas aus Pfullingen mitbringen?“) und gegenseitige Hilfsbereitschaft.

Die gelebte Nachbarschaft wird angeregt durch Nachbarschaftstreffen im Stadtviertel und Kontaktförderung über Generationen hinweg. Um dies zu ermöglichen, werden Personen und Gruppen im Quartier angesprochen und beteiligt. Die geschaffene Anlaufstelle berät, beteiligt und vermittelt.

Ausgangssituation

Pfullingen zeichnet sich durch eine ausgesprochen aktive Vereinskultur mit großem freiwilligem Engagement aus. In Pfullingen gibt es bereits vielfältige Angebote im Ehrenamt, die durch PAULA ergänzt werden können. Dazu gibt es bereits zahlreiche Projektpartner, die sich mit unterschiedlichsten Themen in das Projekt einbringen.

Bislang fehlen jedoch Ansprechpartner, welche die Angebote zusammenführen, nachbarschaftliche Netze aufbauen und Freiwillige begleiten, damit Menschen trotz Hilfebedarf in ihrem vertrauten Umfeld blieben können. Die vorhandenen Strukturen und Angebote müssen zusammengeführt und vernetzt werden, damit die Situation von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen
wirksam verbessert werden kann.

In Pfullingen gibt es bereits vielfältige Angebote im Ehrenamt, die durch PAULA ergänzt werden können. Dazu gibt es bereits vielfältige Projektpartner, die sich mit unterschiedlichsten
Themen in das Projekt einbringen.

Ziel des Projektes

PAULA steht für lebendige Nachbarschaft in Pfullingen und soll diese fördern und voranbringen. Gutes Leben im Stadtteil heißt, mit anderen Bürgern im Gespräch sein, die Nachbarschaft auch zwischen den Generationen gestalten.

Es geht darum, sich gegenseitig in der Nachbarschaft wieder mehr zu unterstützen, hinzuschauen und hinzuhören, wo jemand Hilfe braucht. So ist ein langes, selbst bestimmtes Leben trotz Hilfebedürftigkeit in der eigenen häuslichen Umgebung möglich. PAULA ist eine Initiative für Freiwilliges Engagement zum Thema „Lebensqualität und Unterstützung bei Pflege zu Hause“ im Sinne einer gemeinsamen Verantwortungsgemeinschaft.

Was wurde erreicht

Aufbau einer Anlaufstelle
Mit regelmäßigen Öffnungszeiten (2x wöchentlich, 15-17 Uhr) sind die Koordinatorinnen von PAULA im Büro und am Telefon erreichbar. Beratung und Vermittlung wird hier angeboten.

Nachbarschaftstreffen
An jedem ersten Montag im Monat findet im Gemeinderaum Thomaskirche das Nachbarschaftstreffen statt. Der Rahmen ist schlicht: Tisch und Stühle- Kaffee und Hefezopf- mehr braucht man erst mal nicht um sich zu treffen und ins Gespräch zu kommen. Die Treffen finden in regelmäßigen Abständen statt und werden in Eigenregie durchgeführt. Jeder kann mitmachen, mithelfen.

Besuchsdienst
Parallel dazu wurde ein Besuchsdienst aufgebaut. Dieser ist gedacht für Menschen, die aufgrund von Einschränkungen nicht persönlich zu den Treffen kommen können oder einsam sind und Mühe im Alltag haben. Freiwillig Engagierte besuchen zuhause oder rufen an, halten Kontakt zu Pfullinger Bürger/innen, die dies wünschen. Durch Besuche oder Telefonate
kann vermieden werden, dass Menschen vereinsamen. Ein notwendiger Hilfebedarf kann frühzeitig erkannt und über mögliche Angebote informiert werden. Pflegende Angehörige werden im häuslichen Umfeld durch Gespräche begleitet, Überforderung wird damit frühzeitig abgefangen. Der Besuchsdienst übernimmt keine professionellen Dienste, sondern vermittelt auf Wunsch an diese weiter.

Öffentlichkeitsarbeit
Mit aktiver Öffentlichkeitsarbeit wurde das Angebot PAULA zunehmend bekannt in Pfullingen. Mit einem Infostand werden an zwei Terminen im Jahr auf dem Marktplatz in Pfullingen interessierte Menschen beraten und auf die Treffen aufmerksam gemacht. Eine besondere Form von Informationsvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit. Der Aufbau einer Homepage (auch für Smartphones), Flyer und Display haben dazu beigetragen, dass PAULA präsent ist.

Frühstückstafel
Seit April 2014 gibt es in unregelmäßigen Abständen eine Frühstückstafel auf einem zentralen Platz in Pfullingen. Dadurch kommen Menschen in Kontakt und können informiert werden. Auch dies gehört zur gewünschten „Gehstruktur“, dem Angebot hin zu den Menschen. Aufgrund der sehr positiven Resonanz wird das Frühstück deshalb schon im Juni und September wiederholt.

Was ist geplant

PAULA soll weiter bekannt gemacht werden in Pfullingen. Über Aktivitäten wie Besuchsdienst und Nachbarschaftstreffen können weitere Netzwerkpartner wie Ärzte, Krankenkassen oder Apotheken ins Boot geholt werden und als Multiplikatoren fungieren. Geeignete
Informationsforen sind außerdem Veranstaltungen der VHS und Jahrgangstreffen. Eine Zusammenarbeit mit Schulen in Pfullingen zum Thema lebendige Nachbarschaft wird angestrebt.

Auch im Gemeinderat Pfullingen wurde das Projekt PAULA vorgestellt und mit großem Interesse aufgenommen. In einem nächsten Schritt geht es dort um die finanzielle Beteiligung der Kommune.

Die bestehenden Nachbarschaftstreffen wollen lebendig gehalten werden. Dazu gehören das Anstoßen und die Moderation. Hierfür ist in der Regel professionelle hauptamtliche
Aktivität notwendig, damit bürgerschaftliches Engagement vertieft und begleitet wird.

Für den Besuchsdienst sind weitere Schulungsstaffeln geplant. Die Idee der „Frühstückstafel“ soll weiter ausgebaut werden und das Angebot regelmäßig stattfinden.

Innovationspotential

Innovativ ist, dass die Arbeit im Stadtteil vor Ort bei den Menschen in Pfullingen geschieht und sichtbar wird. Der rustikale „Outdoor-Charakter“ spricht viele Menschen an. Gute Nachbarschaft wird dezentral in den Stadtteilen angelegt. In der Folge wird damit die Hilfe zur Selbsthilfe angeregt. Durch den Besuchsdienst wird der Vereinsamung von Menschen entgegengewirkt, frühzeitig Hilfebedarf erkannt und Hilfe vermittelt.

Erste Erkenntnisse

„Miteinander mehr erreichen - lebendige Nachbarschaft“ ist das Motto des Projektteams. Dahinter steckt jede Menge Pionierarbeit. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Suche nach geeigneten öffentlichen Treffpunkten und Plätzen, die entdeckt und geprüft werden müssen. Hier wird ständig nach wohnortnahen Ressourcen geschaut.

Nach den bisherigen Erfahrungen kann die Zielgruppe offener formuliert werden und muss nicht auf Menschen im Alter und mit Behinderung beschränkt bleiben.