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Besser leben mit Bewegung für alle Generationen – Freiwillige machen es möglich

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte und Engagierte,

durch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte bewegen wir uns im Alltag immer weniger und legen oft nur noch rund 1000 bis 1500 Meter pro Tag zurück. Stattdessen sitzen wir viel, unterliegen sowohl beruflich als auch zu Hause extrem einseitigen körperlichen Belastungen. Die Anforderungen des Alltags lassen oft nur wenig Zeit für körperliche Ertüchtigung und je älter wir werden, desto mehr nimmt die Beweglichkeit ab und lässt uns im wahrsten Sinne des Wortes "erstarren". Gerade im Alter führt dies zu eingeschränkter Gesundheit und natürlich auch zur Vereinsamung. Der menschliche Körper - insbesondere das Kreislaufsystem und die Muskulatur - brauchen aber Bewegung, um dauerhaft leistungsfähig zu sein.

Körperliche Betätigung erhöht die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und verbessert die Durchblutung. Wenn das Gehirn genügend Sauerstoff bekommt, verbessert sich unsere geistige Leistungsfähigkeit. Die durch die Bewegung geförderte Dehnung der Muskulatur reduziert Verspannungen und somit alltagsbedingte Schmerzen. Bewegung hat also sehr vielschichtige Auswirkungen auf unsere körperliche und geistige Gesundheit. Dies ist ein Grund, warum Bewegung in der "Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg - Gesundheit in allen Lebensbereichen" eine wichtige Rolle spielt.

Eine erfolgreiche Umsetzung dieser Zielvereinbarung zeigt sich in den vielfältigen Initiativen für Bewegung speziell für Ältere und Hochaltrige Menschen, z. B. "BUS - Bewegung, Unterhaltung, Spaß" im Landkreis Esslingen oder spezielle Bewegungs/Integrationsangebote für Menschen mit einer frühen Demenz. Aber auch für die nachfolgenden Generationen findet man großartige Projekte.

Einige davon wollen wir Ihnen gerne in diesem Newsletter vorstellen. Lassen Sie sich inspirieren und ermutigen, aktiv von diesen und anderen Projekten "abzukupfern" und sie so weiter zu verbreiten.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst,
Ihr Team der Agentur "Pflege engagiert"

Aktivierender Hausbesuch – ein Modellprojekt macht Karriere

Das Konzept des aktivierenden Hausbesuchs ist denkbar einfach: Einmal in der Woche werden SeniorInnen für eine Stunde von freiwillig Engagierten besucht. Die Stunde teilt sich auf in 30 Minuten Bewegung und 30 Minuten Gespräch.

Das Konzept hat seit dem Start 2006 großflächigen Erfolg "im Ländle": Mittlerweile wird der Aktivierende Hausbesuch von ca. 17 DRK-Kreisverbänden angeboten. Ursprünglich ins Leben gerufen wurde das Angebot als Modellprojekt des DRK in Tübingen. Die Idee dazu hat sich aus der Basis der bereits seit 1975 bestehenden Gesundheitsprogrammen (Gymnastik, Tanzen, Wassergymnastik, Yoga und Gedächtnistraining) des DRK entwickelt. Die Lücke zwischen den Gruppenangeboten der Gesundheitsprogramme und den Bewegungsangeboten für SeniorInnen, die ihre Wohnung nicht mehr alleine verlassen können, wurde erkannt und prompt gehandelt: Bewegung und körperliche Aktivität sind zentrale Bausteine für die Erhaltung einer selbständigen Lebensführung bis ins hohe Alter, während Einsamkeit und Isolation als hohes Krankheitsrisiko bewertet werden. Was liegt also näher, als die beiden Bausteine miteinander zu verbinden und ein Angebot ins Leben zu rufen, welches zu mehr Sicherheit und damit Lebensqualität im Alter und zu körperlichem und seelischem Wohlbefinden beiträgt. Die umfassend geschulten Übungsleiter der DRK-Gesundheitsprogramme besuchen einmal in der Woche für eine Stunde die Seniorinnen und Senioren Zuhause und bieten eine Kombination aus Bewegung und Gespräch an.

Bei der Bewegung stehen keine sportlichen Höchstleistungen im Vordergrund. Ziele sind vielmehr der Erhalt der Alltagsfähigkeiten, das Vermeiden von Stürzen und ggf. die Wiederteilnahme an gesellschaftlichen Angeboten. Mit Übungen für Mobilität, Gedächtnisleistung, Ausdauer, Kraft und Koordination versuchen die Übungsleiter den älteren Menschen wieder mehr Sicherheit für den Alltag zurückzugeben. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um Therapeutische Maßnahmen, sondern um einfache Bewegungsübungen im Sitzen und Stehen. Der Aktivierende Hausbesuch zielt nicht nur darauf ab den bestehenden Bewegungsmangel auszugleichen, sondern ebenfalls die Seniorinnen und Senioren aus ihrem oft sehr trägen Alltag, wenn auch nur für eine Stunde, zu befreien. Dies gelingt vor allem durch Gespräche, die bei jedem Besuch vorgesehen sind. Hier haben die Besuchten die Chance, sich mit den Übungsleitern auszutauschen und evtl. bestehende Sorgen oder Ängste zu besprechen. Durch die freundschaftlichen Gespräche wird der Sprachlosigkeit entgegengewirkt und dem Gegenüber Interesse und Empathie signalisiert.

Die Übungsleiter der DRK-Gesundheitsprogramme werden gut ausgebildet und erhalten zudem Schulungen u. A. in Erster Hilfe, zu Gesprächsführung und Bewegungsanleitungen für Hochbetagte sowie zur Sturzprävention. In Austauschrunden werden aktuelle Themen und Fragen behandelt.

In allen Standorten können gute Ergebnisse verbucht werden - die Besuche strukturieren die Woche, wirken in den Alltag hinein und bei vielen Besuchten konnte eine Verbesserung der Beweglichkeit festgestellt werden.

Die Kosten pro Besuch sowie die Aufwandsentschädigung der Übungsleiter variiert je nach Kreisverband und Region. Die Finanzierung der Projekte setzt sich zusammen aus den Teilnehmerbeiträgen, Spenden, Kreisverbänden und aus Maßnahmen des Präventionspakts des Landes Baden-Württemberg und Förderung durch SGB XI § 45d.

Kontakt und Informationen für Interessierte:
Frau Keppner
Telefon: 0711 / 5505-181
E-Mail: s.keppner@drk-bw.de
Internet: www.drk-bw.de

Bewegtes Miteinander Kornwestheim

Lächelnd packt die ältere Dame Käse auf ihr Marmeladenbrot. Das gemeinsame Frühstück gefällt ihr ausnehmend gut. "Zuhause isst sie nicht mehr viel" erzählt ein Angehöriger, "aber hier holt sie fast ihr gesamtes Wochenpensum auf - gemeinsam schmeckt es einfach besser."

Das ausgiebige Frühstück ist der Hauptbestandteil des "Bewegten Miteinanders" in Kornwestheim. Einmal in der Woche treffen sich hier Menschen mit und ohne gerontopsychiatrische Veränderungen wie leichter Demenz oder auch Depressionen zum Essen, Bewegen und Austauschen. Das Angebot wurde 2014 ins Leben gerufen und binnen kürzester Zeit ausgebucht.

Insgesamt 17 Personen treffen sich pünktlich um 9 Uhr - sie kommen entweder alleine in die Räume oder werden auch abgeholt. Dann gibt es ein großes Frühstücksbuffet, von dem sich alle selbst bedienen - soweit es noch geht. Dies ist der Leiterin des Angebots, Ute Fassel, sehr wichtig. "Auch Menschen, die zuhause häufig bedient und betüddelt werden sind hier selbst gefordert und bedienen sich selbst oder mit leichter Unterstützung". Nach dem Frühstück bewegt man sich gemeinsam im Kreis: Mit einem Sitztanz und immer der gleichen Musik startet und endet die Bewegungsrunde, dazwischen gibt es gymnastische Übungen im Sitzen und Stehen, Ballspiele oder Bewegung mit kleineren Handgeräten. Zum Abschluss des Bewegungsteils wird gemeinsam gesungen oder eine Geschichte vorgelesen. "Dieses immer gleiche Ritual ist wichtig für die Teilnehmenden mit beginnender Demenz" so Ute Fassel.

Zum Ausklang ist noch einmal Zeit für Getränke und kurzen Austausch, ein gemeinsames Lied beendet den Vormittag gegen 11.30 Uhr - wer nicht alleine nach Hause kommt, wird wieder heimgebracht. Jedes Jahr hat zusätzliche Highlights - so kommen z.B. an Fasching alle verkleidet und der Saal wird bunt geschmückt, vor der Sommerpause geht man gemeinsam in die Eisdiele, in der Adventszeit wird gemeinsam gebacken und Weihnachten gefeiert - hierzu sind auch alle Angehörigen eingeladen und es ist immer eine fröhliche und große Runde.

In der Runde sind überwiegend Männer zu finden. "Das war nicht der ursprüngliche Gedanke des Projekts, sondern hat sich so ergeben, da das Bewegungsangebot eher Männer anspricht" erzählt Ute Fassel. "Der erste Teilnehmer brachte seinen Bruder mit, dann hat es sich herumgesprochen unter den Herren, manche brachten einfach Freunde und Bekannte mit. Die Frauen kamen erst peu á peu dazu." Schön ist auch, dass die Runde auch Ehepaare anspricht, von denen einer z.B. an Demenz erkrankt ist. So können auch Paare gemeinsam etwas erleben. "Bewegung ist ein besonderes Element, wo sich alle gut finden können" sagt Ute Fassel.

Die Gruppe wird durch Frau Fassel und einer Kollegin, einer freiwillig Engagierten Frau und 2-3 FSJ-Absolventen betreut. Die Betreuer braucht es, da einige der Teilnehmenden fast eine 1:1-Betreuung brauchen, auch die an Demenz erkrankten Besucher können so eingebunden werden und gehen im munteren Geplauder nicht einfach unter. Die aktuelle Gruppe ist räumlich bereits fast überfüllt, eine zweite Gruppe ist in Planung. "Momentan müssen wir viele Menschen abweisen" erzählt Ute Fassel.

Kontakt und Informationen für Interessierte:

Ute Fassel / Kathrin Knobbe
Leiterinnen Demenzbegleitung BED
Telefon: 07154 / 804079
E-Mail: demenzbegleitung@malteser-kornwestheim.de
Internet: www.maltester-kornwestheim.de

Tanzcafé für Menschen mit und ohne Demenz in Nürtingen

"Darf ich bitten?" Langsam und vorsichtig bewegt sich das ältere Ehepaar auf dem Parkett zum Kaiserwalzer. Die restliche Gruppe bildet einen Kreis um das Paar - man sieht berührte Gesichter. 60 Jahre verheiratet - das ist schon ein Anlass, dem man gebührenden Raum geben muss. Genau diesen Raum finden tanzwillige Menschen mit und ohne Einschränkungen, Hilfebedarf oder Demenz einmal im Monat im Bürgertreff Nürtingen.

Seit Oktober letzten Jahres gibt es den Tanznachmittag im Bürgertreff in Nürtingen. Hier treffen sich an einem Mittwoch im Monat von 14.30 - 16.30 Uhr ca. 40 Menschen, die Freude an Musik und Bewegung haben zu Tanz, Kaffee und Kuchen. Ganze Seniorengruppen nehmen das Angebot wahr, aber auch viele Paare und alleinstehende SeniorInnen, zum Teil auch mit Angehörigen. Zu Stimmungsmusik bewegt sich jeder wie er kann - manche zu zweit im Paartanz, in Kleingruppen im Kreis, bei einer Polonaise oder es wird geschunkelt und mitgesungen. Niemand lernt hier Schritte oder braucht besondere Vorkenntnisse, jeder bewegt sich wie er kann zur Live-Musik. Der Musiker geht gerne auf die Musikwünsche ein. Menschen, die sich vorher nicht kannten, die manchmal seit vielen Jahren nicht mehr getanzt haben, finden über altvertraute Melodien und Rhythmen zueinander und tauschen sich aus. Spaß und Geselligkeit stehen im Vordergrund. Auch Gäste mit Gehilfen und Rollstühlen sind gern gesehen und werden in die Bewegung eingebunden.

Insgesamt 12 freiwillig Engagierte begleiten die Nachmittage zusammen mit zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes und der Selbsthilfekontaktstelle Nürtingen. Sie unterstützen beim Aufbau, helfen den Ankommenden aus der Jacke und finden gemeinsam mit ihnen einen Sitzplatz. Häufig werden sie von den Senioren zum Tanz aufgefordert und gehen auch umgekehrt auf ihre Besucher zu. Auf ihren Einsatz wurden sie mit einigen Schulungen vorbereitet: Wie geht man mit Menschen mit Demenz um und welche Bewegungsmöglichkeiten zur Musik gibt es? Wie kann man auf Gefühle eingehen, die in manchen Teilnehmern wachgerufen werden? All das lernen die freiwilligen Helfer, um die Gruppe gut zu betreuen und auf die Menschen eingehen zu können.

Für die SeniorInnen ist der Eintritt frei, sie bezahlen nur ihren Verzehr aus dem Café Regenbogen, welches die Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Organisiert wird das Angebot vom Pflegestützpunkt.

Kontakt und Informationen für Interessierte:
Pflegestützpunkt Nürtingen
Telefon: 07022 / 75232
E-Mail: b.raab-loeffler@nuertingen.de

Zirkus Zambaioni Tübinger Kinder- und Jugendzirkus e. V. Tübingen: Inklusives Zirkusangebot für Jugendliche mit Behinderung

Der Zirkus Zambaioni e.V. unterstützt insgesamt 53 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren, ihre individuellen Begabungen zu entdecken und die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu erweitern. Wirklich innovativ macht das mittlerweile 20 Jahre bestehenden Projekt, dass auch Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen teilnehmen können. So entsteht eine lebendige Teilhabe - nicht als Sondermaßnahme, sondern im Rahmen des normalen Angebots der Kinder- und Jugendarbeit. Die Kinder und Jugendlichen werden eingeladen, sich körperlich und kreativ und nach ihren eigenen Vorlieben und Fähigkeiten einzubringen. Das fördert zum einen ein gesundes Verhältnis der Heranwachsenden zu sich selbst, durch das regelmäßige Training werden aber auch insbesondere koordinative Fähigkeiten gebildet.

Santiago, ein junger Artist im Rollstuhl, ist inzwischen volljährig und gehört damit nicht mehr zu der Gruppe des Jugendensembles. Im Verlauf seiner "Zirkusjahre" hat er eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Es gehört viel Mut dazu, sich in die Tanzgruppe zu wagen und sich am Boden tanzend dem Publikum zu präsentieren oder trotz starker spastischer Lähmungen mit einer Hand Diabolo spielen zu lernen. Auch als Beat-Boxer und Rapper hat er die Gruppe bereichert.

Malte hingegen, ein Junge mit geistiger Behinderung, ist begeistert, wenn er gemeinsam mit einem der erwachsenen Begleiter oder älteren Jugendlichen handwerkliche Aufgaben meistern kann. Er ist extrem engagiert beim Zeltaufbau oder übernimmt sehr gerne besondere Aufgaben, wie Transporte aus dem Lager.

Alle Jugendlichen werden darin bestärkt, sich selbst gewählte Ziele zu setzen und darin unterstützt, diese zu erreichen. Sie erleben und genießen Erfolge bei den Aufführungen und lernen gleichzeitig mit Fehlern umzugehen. Darüber hinaus besteht für die Jugendlichen aus dem Ensemble die Möglichkeit sich zu Jugendtrainer/innen zu qualifizieren und damit selbst erworbenes Wissen und Fähigkeiten an jüngere Kinder weiter geben zu können und Erfahrungen im pädagogischen Sinne zu machen.

An zwei Nachmittagen pro Woche und zusätzlichen Trainingseinheiten am Wochenende lernen die Kinder und Jugendlichen neben Akrobatik und Kunststücken auch, sich gegenseitig mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen und Verantwortung im Rahmen der Gemeinschaft zu übernehmen.

Das Projekt wird seit 2013 durch § 45d Abs. 3, SGB XI gefördert und vom Paritätischen Jugendwerk Baden-Württemberg e.V. unterstützt. Der Zirkus finanziert sich selbst über Mitgliedsbeiträge, Teilnehmerbeiträge sowie Zuschüsse, Spenden und Sponsoring. 40% der Einnahmen werden durch Auftrittserlöse und Bewirtung und durch Zeltvermietungen erwirtschaftet. Finanziell gefördert wird der Zirkus durch den Landkreis Tübingen und unterstützt durch die Pflegeversicherung.

Kontakt und Informationen für Interessierte:
Tanja Tjhen (1. Vorsitzende)
Gabi Müller (Kassiererin)
Telefon: 07071 / 959860
E-Mail: zirkus@zambaioni.de
Internet: www.zambaioni.de

Kegelclub Ulm: Inklusives Angebot zwischen Ev. Kirchengemeinde und Tannenhof Ulm

Es ist ein Donnerstag im April. Kegler und Keglerinnen mit und ohne Behinderung treffen sich zum 1. Mal in der Kegelbahn des Wiblinger Bürgerzentrums zu ihrem gemeinsamen Hobby. Bereits seit einigen Tagen ist bei vielen von ihnen die Aufregung groß. Wo kegeln wir? Wie komme ich dahin? Wo sind meine Turnschuhe? Habe ich überhaupt welche oder geht´s auch in Socken? Und wer kegelt denn noch alles mit?

Ganz verschiedene Menschen kommen hier zusammen, die sich vorher noch nie gesehen haben und sich ab jetzt - wie das beim Kegeln üblich ist - nur mit dem Vornamen ansprechen. Es sind Menschen aus Wiblingen, mit und ohne Behinderung, alte und junge, die eines verbindet: die Leidenschaft zum Kegeln. Manche sind wahre Könner, manche, die es noch nicht sind, geben sich alle Mühe, es zu werden. Jeder fallende Kegel wird bejubelt, und keiner merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Eines ist klar: alle wollen beim nächsten Mal wieder dabei sein.

Vier Wochen später. Die kegelfreudige Gruppe hat schon Zuwachs bekommen. Es hat sich bei unseren neuen Mitkeglern offensichtlich in Windeseile herumgesprochen, wie schön es das letzte Mal gewesen war. Man spürt wieder dieselbe Spannung in der Luft und die Aufregung beim ersten Wurf auf der Kegelbahn. Aber da wir uns bereits kennen, gemeinsam gejubelt und getrauert haben (oder vielleicht heimlich auch etwas Schadenfreude gespürt haben), fühlen sich alle wohl, Kegelfreunde unter sich. Es ist wieder einmal wunderbar. Und natürlich wird es in vier Wochen ein Wiedersehen geben.

Gegründet wurde der Kegelclub im Oktober 2014 und geht nun schon ins dritte Jahr. Die Gründungsmitglieder sind nach wie vor dabei. Alle vier Wochen wird gekegelt und der Einladungszettel für den Termin - den ohnehin alle auswendig kennen - wird jedesmal sehnlichst erwartet. Drei neue Mitkegler sind zur Gruppe gestoßen und so treffen sich nun regelmäßig sieben Menschen mit Behinderungen und zwei Begleiter zum Kegeln. Man sitzt gerne zusammen und die Zeit vergeht immer viel zu schnell. Daher kam die Idee auf, einen gemeinsamen Ausflug zu planen. Leider ist es bislang bei dem Plan geblieben, da freiwillige Helfer fehlen. Die Kegelgruppe fragt immer nach den gleichen Begleitpersonen, eine Beständigkeit ist also wichtig - nur wenige wollen sich aber langfristig und regelmäßig binden. Wenn sich hier weitere Freiwillige finden, wäre auch die Eröffnung einer zweiten Kegelgruppe möglich.

Kontakt und Informationen für Interessierte:
Franz Schweitzer
Behindertenstiftung TANNENHOF
Telefon: 0731 / 4013261
E-Mail: franz.schweitzer@lwv-eh.de?
Internet: www.behindertenstiftung-ulm.de

Bewegung – auch für den Kopf! Veranstaltung zum Projektabschluss

Ein weiteres spannendes Projekt mit dem Schwerpunkt Bewegung geht im Dezember zu Ende: "Bewegung - auch für den Kopf." Die positive Wirkung von Bewegung für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und (beginnender) Demenz ist mittlerweile unbestritten. Doch welchen Einfluss haben einzelne Trainingsformen (Kraft, Ausdauer, Koordination) auf die kognitiven und motorischen Funktionen? Und wie können Menschen mit leichten kognitiven Einschränkungen in Bewegung gebracht werden?

Dies hat das von den Universitäten Stuttgart und Münster wissenschaftlich begleitete und bei der Sportvg Feuerbach durchgeführte Projekt "Bewegung - auch für den Kopf!" untersucht, das vom Sozial- und Integrationsministerium Baden-Württemberg und den Pflegekassen gefördert wurde. Die Ergebnisse wurden auf der Abschlussveranstaltung am 5. Dezember in Stuttgart präsentiert.

Wir wollen Sie trotzdem auf das Projekt hinweisen. Unter der folgenden Internetseite finden Sie alle Informationen zum Projekt und in Kürze sicherlich auch die entsprechenden Veröffentlichungen:

http://www.alzheimer-bw.de/aktuelles/projekte/bewegung-auch-fuer-den-kopf/

Personalwechsel in der Fachberatung

Ab 1.1.2017 wird Petra Kümmel die Fachberatung im Rahmen der Agentur "Pflege engagiert" übernehmen. Sie löst .Iren Steiner ab, die diese Funktion seit 2009 bekleidet hat. Ihre Anfragen zu allen Belangen der Förderung und Projektgestaltung richten Sie wie gewohnt an die Agentur Pflege engagiert.

Kontaktdaten der Fachberatung und Begleitung ab 1.1.2017

Petra Kümmel
Lehrerin für Pflegeberufe

Telefon: 07026 / 372978
Sprechzeiten: dienstags von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
E-Mail: info@pflege-engaiert.de

Impressum

Anbieterangaben nach §5 Telemediengesetz (TMG):
Martin Link
Leiter des Paritätischen Bildungswerks LV Baden-Württemberg
Hauptstraße 28
D-70563 Stuttgart (Vaihingen)

Telefon: 0711/21 55-192
Telefax: 0711/21 55-190
E-Mail: info@bildungswerk.paritaet-bw.de
Internet: www.bildungswerk.paritaet-bw.de

Inhaltliche Verantwortung gemäß § 5 TMG:
Martin Link

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