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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte und Engagierte,

es ist Halbzeit im Projekt "BesT - Bürgerengagement sichert Teilhabe" - ein guter Zeitpunkt für einen kleinen Rückblick und natürlich auch die Vorstellung weiterer Standorte.

Die Projekte in den einzelnen Standorten sind schon weit gediehen: Jetzt zur Halbzeit geht es deshalb bei den einzelnen Projekten auch darum, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen und gegebenenfalls Korrekturen und Verbesserungen vorzunehmen. Außerdem werden bereits die nächsten Qualifizierungsmaßnahmen für weitere freiwillig Engagierte geplant. Zur Halbzeit gehört aber auch, über Erfolge zu berichten und gelungene Teilprojekte zu vertiefen.

In den letzten Wochen gab es deshalb an allen Standorten Gespräche mit der Fachberatung um potentielle Schwächen und Stärken auszuloten. Neben den Einzelberatungen war darüber hinaus auch ein gemeinsamer Austausch mit allen Standorten gewünscht. Dieser fand im Rahmen eines Werkstatttages am 27. Juni 2014 statt. Einen ganzen Tag gab es Einblicke in die unterschiedlichen Projekte, Möglichkeiten zum persönlichen Austausch der Standorte untereinander und natürlich auch die Beantwortung zahlreicher Fragen wie z.B. zur Gewährleistung der Finanzierung über das Projektende hinaus.

In diesem Newsletter finden Sie einen Überblick über die BesT-Werkstatt und zwei weitere Standort- und Projektvorstellungen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst,
Ihr BesT-Team

BesTens unterwegs… Ein Werkstatttag zum Auftanken

Alle Projekte in einem Raum, Platz für Vorstellung und Austausch, ein Seminarraum mit traumhaftem Blick auf Stuttgart - so könnte die Kurzfassung zum Werkstatttag am 27. Juni 2014 lauten. Zur Halbzeit des BesT-Projekts trafen sich fast alle Verantwortlichen der Projektstandorte in der Stuttgarter Internationalen Jugendherberge. Seit dem ersten Gesamttreffen aller Modellstandorte zum Auftakt im April 2013 ist über ein Jahr vergangen und es gab viel zu berichten - nicht nur zu den Standorten und Projekten. In ihrem Eröffnungsvortrag informierte Inge Hafner, die Volunteersbeauftragte im Landratsamt Esslingen, die Teilnehmenden über die aktuelle Volunteers-Landschaft. Wie war es bisher, was hat sich verändert, wo geht es hin - und viel wichtiger: Welche Auswirkungen hat dies für Initiativen aus dem Umfeld von Pflege und Unterstützung? Das Schlagwort in der Volunteersbewegung lautet "Caring Community" - die sorgende Gemeinschaft. Die Fragen, die sich damit verbinden sind zahlreich: Was braucht eine Gesellschaft der Vielfalt um sorgend zu werden? Wie kann ein Umdenken im Blick auf Migranten, Menschen mit Behinderung und auch Alt und Jung gelingen? Wie können Menschen mit ihrem nächsten Umfeld, ihrer "Nachbarschaft", in Kontakt kommen und welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um sich im Sinne des Nachbarschaftsprinzips dann auch auf Unterstützung zu verlassen?

Nach den Erfahrungen der Volunteersbeauftragten Frau Hafner braucht es dazu zwei Dinge: Ein neues Verständnis bei jedem einzelnen und die Bereitschaft "voneinander zu lernen!" Und natürlich auch die Sensibilisierung des jeweiligen Umfeldes in Form von Öffentlichkeitsarbeit und Brückenpersonen, die als Ansprechpartner dienen und Kontakte zwischen Engagementwilligen und Nutzern vermitteln können.

Eine Anfang für eine solche Sensibilisierung kann gut über Angebote zu Bewegungsgruppen gefunden werden. Solche Gruppen bieten einen niedrigschwelligen Einstieg und verbinden Menschen unterschiedlichster Interessen und Gruppen. Wer eine solch niedrigschwellige Initiative aufbauen will, tut gut daran, sich z.B. zunächst im Rahmen einer Denkwerkstatt mit kompetenten Profis auseinanderzusetzen und passende Partner zu suchen.

Ein weiterer Aspekt - nicht nur für die Kommunikation nach außen - ist natürlich die Frage nach dem "Gewinn", den jemand aus seinem freiwilligen Engagement erzielen kann: Hier geht es meist nicht um Geld, sondern oft eher darum, zu klären, welchen Benefit jemand davon hat, sich einzubringen und zu engagieren. Hier gibt es viele mögliche Antworten, die auch nach außen kommuniziert werden können: Es gibt dem Leben Sinn, eine Struktur im Alltag, es ermöglicht neue soziale Beziehungen und ein erfülltes Leben in der Gemeinschaft.

Die vorgestellten Erfahrungen wurden von vielen TeilnehmerInnen des Werkstatttages im Alltag ihrer Projekte auch gemacht und so wurde die Möglichkeit, hierzu Fragen zu stellen und sich darüber auszutauschen, gerne genutzt.

Der restliche Tag gehörte der Vorstellung einiger Projekte und natürlich dem Erfahrungsaustausch.

Berichte über Highlights für freiwillig Engagierte gibt es aus Rielasingen, Wiesloch und Kirchheim. Diese drei Standorte widmen sich in ihren Projekten hauptsächlich den Freiwilligen.

Rielasingen-Worblingen hat mit seinen "Themencafés" eine außergewöhnliche und vor allem anbieterübergreifende Fortbildungsreihe für BesuchsdienstmitarbeiterInnen ins Leben gerufen. Jedes "Themencafé" bietet einen Vortrag aus den Themenbereichen, die alle Besuchsdienste betreffen, darüber hinaus ein Gesprächsforum und natürlich auch Zeit für geselliges Beisammensein. Die Themencafés sollen dreimal im Jahr stattfinden und werden sehr gut angenommen und besucht.

Die Bürgerstiftung Wiesloch freut sich über viele freiwillig Engagierte und berichtet über ihr Vorgehen, engagierte Helfer und Unterstützer zu gewinnen. Ein großer Vorteil sind die zahlreichen Einstiegsmöglichkeiten in Wiesloch - das ermöglicht ein Engagement in unterschiedlichsten Bereichen. Auch Wahlmöglichkeiten in Bezug auf die Dauer und Intensität des Engagements sind ein wichtiges Kriterium. Viele Freiwillige möchten sich zunächst einmal für einen kurzen Zeitraum verpflichten, quasi schnuppern. Wiesloch bietet hier im Rahmen der Bürgerstiftung umfangreiche Beratung zu Einsatzmöglichkeiten und durch die vielfältigen Angebote - auch im Rahmen des BesT-Projektes - eine große Auswahl an Möglichkeiten. Das wird von den Bürgern gut angenommen und auch weitererzählt.

Die BesTe Genesung zu Hause aus Kirchheim bietet für den Einstieg ins Freiwilligenengagement umfassende Schulungen in allen Bereichen, die zum Thema Alter gehören. Diese Weiterbildungen und Informationen geben den BegleiterInnen viel Sicherheit und vermitteln Fähigkeiten für die Beantwortung von Fragen der Patientinnen, aber auch für sich selbst und für das private Umfeld. Die Frage nach dem Sinn eines Engagements? Eine Begleiterin hat es schön zusammengefasst: "Ich komme in Kontakt mit den Menschen und die Dankbarkeit, die ich erfahre, tut mir gut".

Highlights für die Nutzer in ihrem Sozialraum stellen die Standorte Ulm, Eriskirch und Pfullingen vor. In ihren Projekten geht es hauptsächlich darum, die Menschen zueinander zu bringen und ein festes Nachbarschaftsnetz zu weben.

Wie leicht und gut Sport und Freizeitbeschäftigung Menschen verbinden und Unterschiede unwichtig erscheinen lassen, erzählt das Projektteam aus Ulm. Dort wurde eine inklusive Kegelgruppe gegründet, die sich regelmäßig trifft und so behinderte und nichtbehinderte Kegelbegeisterte zusammenführt. Da wird zusammen gefiebert, Daumen gedrückt und gelacht - und alle Beteiligten sind begeistert und nehmen den Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl mit nach Hause.

In Eriskirch haben sich die Projektbeteiligten etwas ganz besonderes ausgedacht: Ein Gutscheinheft für pflegende Angehörige. Ziel des Projekts ist unter anderem die Würdigung von pflegenden Angehörigen und so stellte sich die Frage, wie man ihnen eben diese Würdigung auch entgegenbringen kann - ganz praktisch, lebensnah und konkret. Die Idee ist bestechend: Sie erhalten kleine Auszeiten, besondere Momente und Abwechslung ermöglicht. Die Angebote kommen aus den Vereinen in der Gemeinde - 25 unterschiedlichste Gutscheine wie z.B. für eine Massage, ein Konzert, einen Spaziergang und vieles mehr. Es geht dabei nicht darum, Ablenkung zu finanzieren, sondern darum, die Arbeit der Angehörigen anzuerkennen und zu würdigen und sie natürlich auch - wenigstens für einen kurzen Zeitraum - zu entlasten.

Die Pfullinger setzen auf ein ganz anderes Konzept: Kaffeetrinken mitten im Quartier. Was sich zunächst simpel anhört, entwickelt sich als tragfähige Idee zur Belebung von nachbarschaftlichen Strukturen und wird sehr gut angenommen. An einem öffentlichen Platz wird eine Kaffeetafel mit Hefezopf aufgestellt und die Nachbarschaft im Quartier dann zum Kaffeetrinken eingeladen. So treffen sich unterschiedlichste Menschen, lernen sich kennen, stellen Gemeinsamkeiten fest und kommen alle zu dem Fazit: Das machen wir wieder - am Besten gleich in Eigenregie. Die Mitglieder des Projekts sehen sich als Initiatoren der Nachbarschaftstreffs und haben in verschiedenen Stadtteilen die Kaffeetafeln etabliert.

Die vorgestellten Projekte zeigen den Ideenreichtum zum Thema Engagement und auch den großen Fortschritt, den die Standorte in diesen 15 Monaten schon erzielt haben. Damit dieser auch langfristig erhalten bleibt, steht als nächstes wichtiges Thema für die Standorte an, die Anschlussfähigkeit der Projekte für den §45d SGB XI zu prüfen und das Antragsverfahren einzuleiten, um eine weitere Förderung und damit ein Weiterbestehen der Projekte zu ermöglichen. Iren Steiner von der "Agentur Pflege engagiert" gab zu den Kriterien für eine Antragsstellung und zu den Fördermöglichkeiten einen kurzen Überblick.

„Geistig behindert und alt – eine doppelte Herausforderung“ Projektvorstellung Behindertenstiftung Tannenhof Ulm-Wiblingen

Es ist ein Donnerstag im April. Kegler und Keglerinnen mit und ohne Behinderung treffen sich zum ersten Mal in der Kegelbahn des Wiblinger Bürgerzentrums zu ihrem gemeinsamen Hobby. Bereits seit einigen Tagen ist bei vielen von ihnen die Aufregung groß. Wo kegeln wir? Wie komme ich dahin? Wo sind meine Turnschuhe? Habe ich überhaupt welche oder geht´s auch in Socken? Und wer kegelt denn noch alles mit? Jede Menge Fragen, die beantwortet werden wollen.

Ganz verschiedene Menschen kommen hier zusammen, die sich vorher noch nie gesehen haben und sich ab jetzt - wie das beim Kegeln üblich ist - nur mit dem Vornamen ansprechen. Da sind Olaf, Brigitte, Mark, Moni und Mathias, genauso wie Christian, Horst, Rainer, Karin und Janine. Es sind Menschen aus Wiblingen, mit und ohne Behinderung, alte und junge, die eines verbindet: die Leidenschaft zum Kegeln.

Manche sind wahre Könner, manche, die es noch nicht sind, geben sich alle Mühe, es zu werden. Jeder fallende Kegel wird bejubelt und keiner merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Eines ist klar: alle wollen beim nächsten Mal wieder dabei sein. Diejenigen an diesem Abend, die sich beim letzten Blick auf die Kegelbahn an ihre Glücksmomente erinnern genauso wie diejenigen, die einige Enttäuschungen verkraften müssen.

Vier Wochen später. Die kegelfreudige Gruppe hat schon Zuwachs bekommen. Das schöne Erlebnis hat sich offensichtlich in Windeseile herumgesprochen. Dieselbe Spannung liegt in der Luft, die Aufregung beim ersten Wurf ist wieder da. Aber da man sich jetzt kennt, gemeinsam gejubelt und getrauert hat, fühlen sich alle wohl - Kegelfreunde unter sich. Es ist wieder einmal wunderbar. Und natürlich wird es in vier Wochen ein Wiedersehen geben...

Der "Kegelklub Inklusio - Kegeln für alle" ist eines der Projekte, das die Projektgruppe im Tannenhof ins Leben gerufen hat. Das Regionalbüro des Wohnverbundes Wiblingen - mitten im Zentrum - hat Räume für die Anlauf- und Beratungsstelle zur Verfügung gestellt. Hier schauen freiwillig Engagierte, Menschen mit Behinderung aber auch einfach interessierte Bürgerinnen und Bürger vorbei und informieren sich über das Projekt.

Ursprung der Wiblinger Initiative ist die Behinderteneinrichtung Tannenhof, in der rund 250 BewohnerInnen leben. Ziel des BesT-Projektes: Alltägliche Angebote für behinderte Menschen aus dem Tannenhof aber hautpsächlich auch aus häuslicher Betreuung zu etablieren und für alle zugänglich zu machen. Viele Menschen sind irritiert und unsicher, wenn sich plötzlich behinderte Mitbürger unter sie "mischen" und dabei die normalen Regeln und gesellschaftlichen Konventionen nicht einhalten - z.B. beim Bäcker in der Schlange hinten anzustehen statt vorzudrängeln. Mit dieser Situation müssen nicht nur die Kunden, sondern besonders auch die MitarbeiterInnen gut umgehen können.

Um Beispiele von gelungenem Kontakt und Integration bekannt zu machen, greift das Wiblinger Team auch zu ungewöhnlichen Maßnahmen: So erhielt z.B. eben diese Bäckerei offiziell mit Zeitungsartikel einen herzlichen Dank für die entgegengebrachte Freundlichkeit: "Es ist schön zu sehen, dass auch die Bewohner des Tannenhofes stets ein freundliches Wort sowie liebevolle Hilfestellungen im Alltag erhalten - herzlichen Dank dafür".

Aktuell sind es ca. 50 engagierte Menschen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise im Projekt engagieren. Da gibt es Begleitung auf Spaziergängen, wöchentliche Besuche in der Stiftung selbst, gemeinsame Ausflüge zum Gottesdienst. Es sind auch Freundschaften entstanden - zwischen zwei Menschen, die eben einfach gemeinsame Interessen teilen: "Ziemlich beste Freundinnen".

„Wir sind da – beim DRK – Biz burdayiz, DRK“ Projektvorstellung Ludwigsburg

"Ein Häppchen noch und einen kleinen Schluck zu trinken" - das sagt Frau Üstü zu ihrem Gegenüber beim Mittagsessen. Ihr Gegenüber, das ist Herr S., er ist 93 Jahre alt und hat Demenz im Anfangsstadium. Er lebt in einem Heim für betreutes Wohnen und bekommt das Essen auf sein Zimmer. Manchmal vergisst Herr S. einfach, dass er etwas essen muss, dann sitzt er einfach da vor seinem Essen und schaut sich um. Gut wenn dann seine Nichte da ist. Sie versucht, ihn jeden Tag zu besuchen und achtet darauf, dass er tatsächlich etwas isst. Und wenn sie genügend Zeit hat, geht sie gern mit ihm an die frische Luft.

"Das mit der Zeit ist so eine Sache", erzählt sie Frau Üstü. Neben ihrem Onkel kümmert sie sich auch um ihren krebskranken Mann und die Tochter, die im Rollstuhl sitzt. Sie kümmert sich gerne - aber sie weiß einfach nicht, wie sie alles unter einen Hut bringen soll und sie kann sich doch nicht zerreißen.

Eine (nicht) ganz alltägliche Pflegesituation in Deutschland, würde man denken. Zum Glück gibt es hier aber genügend Möglichkeiten, sich durch die Einbindung von Fachpersonal und freiwillig Engagierten etwas Luft zu verschaffen und trotzdem eine gute Versorgung zu gewährleisten.

Was aber, wenn die Hilfesuchenden aus einem anderen Kulturkreis stammen? Hier sind Fachkräfte wie auch freiwillig Engagierte nicht nur mit der normalen häuslichen Pflegesituation konfrontiert, sondern durch den fremden Kulturkreis auch mit völlig anderen Vorstellungen von Abläufen, Traditionen oder religiösen Themen.

An diesem Punkt möchte Frau Üstü, Initiatorin des Projektes "Wir sind da - beim DRK - Biz burdayiz, DRK" ansetzen. Sie sucht engagierte Frauen und Männer, die auch aus anderen Kulturkreisen kommen und die diese Lücke schließen können. "In diesem Bereich geht es ja auch immer um Vertrauen und Respekt" erklärt Frau Üstü, "und wenn dann die Pflegekraft an der türkischen Haustürschwelle nicht die Schuhe auszieht, kann das schon ein Hemmnis sein, weil man das dort eben nun mal so macht." Auch die Sprache und das Verständnis tragen einen großen Teil zur Vertrauensbildung bei. Der Generationenvertrag hat z.B. in der türkischen Gemeinde noch eine größere Selbstverständlichkeit als in der deutschen Kultur, aber auch hier verändert sich die Situation. Kinder ziehen für den Beruf weit weg, die Eltern wollten vielleicht irgendwann zurück in die Heimat, sind jetzt aber alt und bleiben doch hier - auch um die Kinder und vielleicht Enkel in der Nähe zu haben. Da entstehen Lücken, die das DRK mit Frau Üstü schließen möchten.

Insgesamt 17 engagierte Frauen und Männer konnten bislang gewonnen werden, die Besuche machen, Spazieren gehen, vorlesen oder zuhören oder - wie Frau Üstü bei Herrn S. - einfach beim Mittagessen dabei sind. Dieser wird übrigens nach dem "Kennenlernessen" inzwischen an fünf Tagen in der Woche zum Mittagessen besucht. "Das tut allen Beteiligten gut" sagt Frau Üstü glücklich.

Die Schwesterorganisation "Roter Halbmond" - das türkische Pendant zum DRK, ist bekannt und durch die Anbindung an den DRK ist der organisatorische Bereich des Projekts bisher gut gelungen. Frau Üstü ist immer darauf bedacht, die Menschen passend zusammen zu bringen. Allerdings gibt es für den deutschen Begriff des "Ehrenamts" im türkischen Sprachgebrauch keinen passenden Ausdruck. Hier ist es selbstverständlich, den Eltern und Nachbarn unaufgefordert und ohne Gegenleistung zu helfen. Deshalb gilt es in nächster Zeit besonders, weitere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme zu finden und Hürden abzubauen - auf beiden Seiten.

Denn letztlich geht es darum, Zeit und Verständnis für die Menschen aufzubringen - das wird Frau Üstü und ihrem Team immer wieder deutlich. Ein offenes Ohr zu haben für die kleinen Probleme des Alltags und auch für die großen Nöte der Angehörigen ist besonders wichtig. Die Nutzer schätzen die Unterstützung in der eigenen Sprache und die Angehörigen freuen sich auch über die Anerkennung ihrer eigenen Leistungen.

Termin für das Regionalgespräch in Heilbronn

Die "Agentur Pflege engagiert" lädt im Auftrag des Landesseniorenrats Baden-Württemberg e. V. zum letzten Regionalgespräch in diesem Jahr in Heilbronn zu neuen Fördermöglichkeiten und Handlungsfeldern von Bürgerengagement und Selbsthilfe im Umfeld von Pflege in Baden und Württemberg nach § 45d SGB XI ein:

Thema: "Bürgerschaftlich engagiert für das Alter – Ältere übernehmen Selbst- und Mitverantwortung in ihrer Gemeinde"

Donnerstag, 6. November 2014 von 17:00 - 19:30 Uhr
im Kulturgebäude, 74211 Leingarten (in Kooperation mit der Altenhilfefachberatung des Landkreises Heilbronn)

Anmeldeschluss: 23. Oktober 2014

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Impressum

Anbieterangaben nach §5 Telemediengesetz (TMG):
Martin Link
Leiter des Paritätischen Bildungswerks LV Baden-Württemberg
Hauptstraße 28
D-70563 Stuttgart (Vaihingen)

Telefon: 0711/21 55-192
Telefax: 0711/21 55-190
E-Mail: info@bildungswerk.paritaet-bw.de
Internet: www.bildungswerk.paritaet-bw.de

Inhaltliche Verantwortung gemäß § 5 TMG:
Martin Link

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