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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte und Engagierte,

wir freuen uns, Ihnen heute den ersten Newsletter aus der Agentur "Pflege engagiert" und vom Modellprojekt "BesT - Bürgerengagement sichert Teilhabe" zuzusenden.

Lassen Sie sich inspirieren! Hier dürfen Sie nach Herzenslust plagiieren und Ideen klauen - wir freuen uns darüber.

Die "Anlauf- und Eingewöhnungsphase" von BesT ist inzwischen abgeschlossen und erste Erfolge werden sichtbar. Hier im Newsletter werden wir in den kommenden Monaten die einzelnen Projekte vorstellen, über ihre Fortschritte berichten und Sie teilhaben lassen an der Freude über die Ergebnisse. Darüber hinaus gibt es Informationen zu aktuellen Themen und anstehenden Terminen.

Nicht nur der Newsletter ist neu. In den letzten Wochen hat auch die Webseite der Agentur "Pflege engagiert" ein Lifting bekommen. Wir haben sie modernisiert und ergänzt, so dass Sie in Zukunft leichten Zugang haben zu allen Informationen rund um die Förderung bürgerschaftlicher Strukturen und Selbsthilfe im Umfeld von Pflege, sowie zu Veranstaltungen und Terminen. Klicken Sie mal rein auf www.pflege-engagiert.de.

Wir wünschen Ihnen eine kurzweilige Lesezeit!


"BesTe" Grüße,
Martin Link, Petra Kümmel, Iren Steiner, Constanze Link und Karin Schwab

Ein Jahr „BesT“ – was ist passiert?

Vor stark einem Jahr, im Oktober 2012, fiel der Startschuss für die Planungsphase des Modellprojekts "BesT - Bürgerengagement sichert Teilhabe". Nach der Erstellung der Ausschreibungs- und Bewerbungsunterlagen kamen in den drei Monaten des Anmeldezeitraums immerhin 71 Bewerbungen mit sehr interessanten und vielversprechenden Projekten zusammen. Im März 2013 wählte der Beirat 15 Projekte verteilt über ganz Baden-Württemberg aus. Mit der Kick-Off-Veranstaltung zum gegenseitiges Kennenlernen und Vorstellen der Projekte ging es dann Anfang April ganz offiziell los für die Standorte, die nun in die Entwicklungsphase ihrer eigenen Projekte eintraten.

Von der Großstadt bis zum kleinen Dorf in ländlicher Region - die 15 Modellstandorte könnten unterschiedlicher nicht sein. Trotzdem verbindet sie alle eine Frage: Wie können wir die Menschen erreichen - Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen und Menschen, die entstehende Angebote gerne in Anspruch nehmen wollen und können.

Diese Fragen wurden in den Beratungsgesprächen vor Ort vertieft und vom BesT-Team fachlich, werblich und organisatorisch unterstützt und ausgewertet. Inhaltlich ging es um eine ganze Palette von Themen: die Schärfung von Angebotsprofilen, Überlegungen zur Zielgruppe oder der Aufbau von Kooperationen vor Ort.

Zwischen Anfang Oktober und Ende November fanden drei Austauschtreffen für alle Modellstandorte statt. Den Anfang machten die ländlicheren Gemeinden mit kleinen Einwohnerzahlen: Gundelfingen, Oberreichenbach, Forbach-Weisenbach und Mötzingen zum Thema "Beteiligung und Engagement - auf dem Weg zur "Caring Community". Der zweite Termin fand in Freiburg mit den Standorten Kirchheim, Ludwigsburg, Wiesloch, Rielasingen-Worblingen und Freiburg statt - hier ging es um "Begleitung und niederschwellige Kontaktformen - der Aufbau von Vertrauensressourcen im Sozialraum". Ein dritter Termin Ende November vereinte die Standorte Mannheim, Heilbronn, Ulm, Villingen-Schwenningen und Pfullingen unter dem Thema "Wirkungsvoll im Quartier handeln!"

Was haben die Standorte im ersten halben Jahr erreicht, welche Fragen und Probleme tauchten auf und wie können sie geklärt und gelöst werden - das waren einige der Themenschwerpunkte der Austauschtreffen. Zu sehen, wo die anderen stehen, sich Anregungen und Ideen für das eigene Projekt zu holen und - ganz wichtig - auch über die ersten eigenen Erfolge zu berichten sind ein wichtiger Teil des Modellprojekts. Die Austauschtreffen führten zu einem sehr positiven Feedback aller Beteiligten.

Nachdem die meisten Standorte die Findungsphase nun hinter sich lassen und mit entsprechenden Werbematerialien ausgestattet sind, geht es in diesem Jahr in die Erprobung und Praxis! Erste Freiwillige werden geschult, Verabredungen zwischen Freiwilligen und Teilnehmern werden getroffen, die Projekte kommen ins Laufen! Wie dies im Einzelnen aussieht, beschreiben wir in diesem Newsletter an gleich zwei Projekten!

„BesTe Genesung zu Hause - Brücke aus der Klinik in den Alltag“ Projektvorstellung Kirchheim unter Teck

Die zertifizierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker

Vor drei Tagen ist Frau S. in ihrer Küche gestürzt und kam mit einem gebrochenen Arm ins Krankenhaus. Sie lebt alleine, ihre Tochter wohnt weit entfernt und ist berufstätig. Im Krankenhaus ist Frau S. gut versorgt, die Schwestern schauen nach ihr und auch die grünen Damen kommen und lenken sie ein bisschen ab. Aber sie sorgt sich - was passiert, wenn sie nach Hause entlassen wird? Sie kann nicht alleine einkaufen und Essen machen ist mit dem Gipsarm schwierig. Wenn doch nur ihre Tochter da wäre, aber die bekommt keinen Urlaub und hat ja auch eine eigene Familie zu versorgen.

So oder so ähnlich geht es vielen Menschen, die aufgrund einer akuten Erkrankung, eines Unfalls oder für eine Operation ins Krankenhaus müssen. Danach geht es daheim nicht mehr so gut, man ist geschwächt, die Beweglichkeit ist eingeschränkt, es ist niemand da, der sich kümmert. Das aber täte jetzt Not und würde die gute Genesung beschleunigen. Mit "offenen Augen, Ohren und Herzen" sollen die frisch Entlassenen aufgemuntert werden - und zwar genauso lange, wie sie auf Unterstützung angewiesen sind.

Das Projekt "BesTe Genesung zu Hause" setzt direkt nach der Entlassung an und bildet somit die "Brücke aus der Klinik in den Alltag": In Kooperation mit dem Entlassungsmanagement des Klinikums Kirchheim werden im Krankenhaus potentielle Nutzer ausgewählt und angesprochen. Auf der anderen Seite braucht es für die Besuchsdienste und die Begleitung jede Menge engagierte Bürger.

Erste Qualifizierungsrunde abgeschlossen
Bevor die freiwilligen Begleiterinnen und Begleiter ihre Arbeit aufnehmen, werden sie mit dem nötigen Rüstzeug für ihre Aufgabe vertraut gemacht und lernen alles Wissenswerte: z.B. zu Chancen, Grenzen und Grundsätzen der Freiwilligenarbeit, gelingende Kommunikation, zu Gesundheits- und Versicherungsfragen oder auch alltagspraktisches Wissen zu Hilfsmitteln und kräfteschonenden Kniffen beim Führen in der Unterstützung von Patienten. Die ersten freiwilligen Helfer haben im November 2013 die Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen und stehen für den Einsatz bereit.

Dieser folgte erfreulicherweise prompt noch vor Weihnachten - die erste Brücke in Kirchheim u.T. wurde mit einem Zwischenstopp zuhause zum Kofferpacken direkt weiter in die Rehaklinik Bad Boll gebaut und ist für beide Seiten gut verlaufen. Bei den Erstkontakten ist meist neben den BegleiterInnen auch eine Koordinatorin dabei. Die Bilanz bisher ist sehr erfreulich - sowohl die BegleiterInnen wie auch die Begleitenden berichten Gutes über die ersten Einsätze.

Jetzt gilt es, Lob, Kritik und Feedback für weitere Einsätze zu berücksichtigen und die Abläufe weiter zu erproben und zu verfeinern. Ein nächster Schritt neben hoffentlich vielen weiteren Begleitungen ist die Organisation eines Erste-Hilfe-Kurses.

Informationen rund um "BesTe Genesung zu Hause" finden Sie bei:
Amt für Familie und Soziales
Widerholtplatz 3, 73230 Kircheim unter Teck

Roland Böhringer
Telefon: 07021/502344
Link zum Projekt

Ich schau vorbei, versprochen! – Besuchsdienst in der Gemeinde Projektvorstellung Rielasingen-Worblingen

Niemand ist gerne allein! Auf Basis dieser Feststellung engagieren sich viele Menschen in der Gemeinde Rielasingen-Worblingen. Die gemeinsame Erfahrung all dieser Menschen ist aber, dass dieses Engagement im kleinen Kreis längst nicht mehr ausreicht und der Bedarf das derzeitige Angebot weit übersteigt. Immer mehr Menschen sind einsam und wünschen sich Kontakte, die über den üblichen Geburtstags- oder Krankenbesuch hinausgehen. Dazu gehören Begegnungen im eigenen Haushalt ebenso wie die Kontaktpflege außer Haus. Unter dem Titel "Ich schau vorbei, versprochen! Besuchsdienst in der Gemeinde" ist das Ziel der Initiative, eine lebendige Nachbarschaft als Aufgabe aller in der Gemeinde bewusst zu machen.

1. Fachthemen-Café "Lebendige Begegnung" ein schöner Erfolg
Gleich Anfang Oktober waren die MitarbeiterInnen der bestehenden Besuchsdienste aus Rielasingen, Worblingen, Arlen, Bohlingen, Überlingen und Singen, des HelferInnenkreises, des Ehrenamtlichenkreises von St. Verena sowie Interessierte zum 1. Fachthemen-Café eingeladen. Das Fachthemen-Café zum Thema "Lebendige Begegnung" bot neben Fachwissen und Informationen auch Stärkung für Körper, Geist und Seele. In Einzel- und Gruppenarbeit wurden viele Facetten von lebendigen Begegnungen erörtert: Wie kann der Besuchsdienst in der Gemeinde gut gestaltet werden und was muss dafür geklärt werden. Dazu gehört ebenso ein Blick auf die Bedürfnisse von Menschen, wie die Vorbereitung auf eine Begegnung und wie sie ablaufen kann.

Über 80 Männer und Frauen kamen zum Austausch und zu einem sehr lebendigen Nachmittag, der zukünftig drei Mal im Jahr angeboten werden soll.

Auch die Schulung für die MitarbeiterInnen des häuslichen Betreuungsdienstes, einem neuen Angebot von St. Verena ist bereits im Oktober angelaufen. Gleich 13 Frauen und ein Mann bereiten sich in diesem Kurs auf ihre neue Tätigkeit vor. Die Themen der Schulung sind z.B. Gast sein, alt oder jung - aber krank, Demenz, Religiöse Aspekte, Kommunikation, Vorsorge, Hilfestellung für die Praxis, Beschäftigungsmöglichkeiten, Angehörige oder auch das Thema Abschied.

Informationen rund um "Ich schau vorbei, versprochen!" finden Sie bei:
Pflegezentrum St. Verena
Gänseweide 7, 78239 Rielasingen-Worblingen

Gisela Meßmer, Telefon: 07731/9343102
Ulrike Traub, Telefon: 07731/51395
Link zur Webseite

Fotowettbewerb

Zeigen Sie uns Ihr schönstes Foto zu Unterstützungsangeboten an Menschen in der häuslichen Pflege und/oder für deren Angehörige.

Wir suchen die schönsten Fotos aus alltäglichen Situationen Ihrer Aktivitäten und Unterstützungsangebote für Menschen in der häuslichen Pflege und/oder für Angehörige. Wir wollen Sie und Ihr Engagement für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar machen und so andere zum Mitmachen ermutigen.

Machen Sie mit und nutzen Sie die Chance!
Aus allen eingesandten Fotos werden zwei Motive ausgewählt, die auf einer Postkarte der Agentur "Pflege engagiert" abgedruckt werden. Diese Postkarte dient der Agentur "Pflege engagiert" als neue Visitenkarte und wird auf zahlreichen Veranstaltungen verteilt und ausgelegt. Die Gewinner des Fotowettbewerbs erhalten 50 Postkarten zu Ihrer eigenen Verfügung. Name und Logo Ihres Trägers bzw. Ihrer Initiative sowie Internetadresse oder Emailadresse können ebenfalls abgebildet werden. Alle Fotos, die nicht für das Postkartenmotiv ausgewählt werden können, werden auf der Internetseite der Agentur "Pflege engagiert" als Motive verwendet - auch hier mit Logo und Namensnennung.

So geht's:
Senden Sie uns ein Foto aus einer Alltagssituation, das im Rahmen der Unterstützungsangebote und Aktivitäten entstanden ist, unter info@pflege-engagiert.de zu. Der Einsendeschluss ist der 31.03.2014. Die Gewinner des Fotowettbewerbs werden schriftlich benachrichtigt.

Teilen Sie uns in der gleichen Email Ihren Namen, Ihre Einrichtung bzw. Gruppe mit nennen Sie uns eine/n Ansprechpartner/-in für den Fotowettbewerb.

Eckdaten für das Bild: Hoch- oder Querformat ist frei wählbar
Bildqualität: 200 bis 300 dpi

Es gibt keine Teilnahmebeschränkung. Beachten Sie, dass die Bildrechte bei Ihnen liegen müssen. Die Agentur "Pflege engagiert" prüft die Bilder vor dem Druck. Alle Fotos, die nicht als Postkartenmotiv ausgewählt werden, können auch für die Internetseite der Agentur "Pflege engagiert" genutzt werden. Achten Sie daher bitte auch auf die Zustimmung aller Beteiligten auf dem Bild, um deren Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte zu wahren.

Viel Spaß bei der Suche nach dem besten Motiv! Wir freuen uns auf die Zusendung vieler Bilder von Initiativen und deren Aktivitäten.

Link zum Fotowettbewerb

Erzählen Sie es weiter!

Wir freuen uns, wenn Sie durch diesen Newsletter einen kleinen Einblick in ein spannendes und wichtiges Projekt bekommen und freuen uns, wenn Sie den Newsletter weiterleiten und teilen.

Gerne nehmen wir Ihre Fragen und Anregungen zu weiteren Themen auf, schreiben Sie uns eine E-Mail oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Impressum

Anbieterangaben nach §5 Telemediengesetz (TMG):
Martin Link
Leiter des Paritätischen Bildungswerks LV Baden-Württemberg
Hauptstraße 28
D-70563 Stuttgart (Vaihingen)

Telefon: 0711/21 55-192
Telefax: 0711/21 55-190
E-Mail: info@bildungswerk.paritaet-bw.de
Internet: www.bildungswerk.paritaet-bw.de

Inhaltliche Verantwortung gemäß § 5 TMG:
Martin Link

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